Gimp Tricks - wie Computer-Bilder auch entstehen können.
Man kann so manche Überraschung erleben, wenn man Bilder mit dem
Computer gestaltet. Was ich damit meine, möchte ich an drei Bildern
beispielhaft zeigen.
1. Beispiel verblüffender Computerbilder: Elegance
Wie man unten sieht, wurde aus einer abstrakten Vorlage (Bild
links), die ich zuvor mit Gimp erstellt hatte, nach Ausführung des
Gimp-Filter "Verzerre - Polarkoordinaten" ein - wie ich finde
-besseres Bild (Mitte).
Allerdings wurden noch weitere Filter benötigt, bis dann eine
sehr elegante Form und Farbgebung gefunden war (Bild rechts). Ich
habe dem Bild dann auch den Namen "Elegance" gegeben (Varianten).
Insgesamt ein Ergebnis, das ich so nicht erwartet hatte. Aber
das gehört einfach dazu, denn wenn man Computer-Bilder
erstellt, erlebt man immer wieder Erstaunliches.
Elegance
2. Beispiel kurioser digitaler Bilder: der Märchenwald
Man kann an diesem Bild sehr schön sehen, wie aus einer
verunglückten Vorlage dann doch noch etwas Sehenswertes gelingen
kann.
Das Ausgangsbild wurde mit einigem Aufwand mit Gimp erstellt.
Ich hatte eine Idee von einem Vogelschwarm, aber das Ergebnis war
leider unbefriedigend. Mehr aus Spaß habe ich die gleiche Vorlage
benutzt, um mehrere Kugeln in das Bild einzufügen. Das ist mit Gimp
ein Klacks. Als ich später mit dem "Verschiebe-Filter" von Gimp
experimentierte, habe ich dann das Bild erneut verwendet und nach
nur wenigen Aktionen habe ich dann diesen Wald mit einer Höhle
gesehen.
Hat man erst mal eine Idee und eine gute Vorlage, kann
eigentlich nichts mehr schiefgehen.
in mehreren Schritten zum Märchenwald
Bei beiden Computerbildern war es so, dass das Ausgangsbild
gewisse klare Formen schon enthielt. Es ist meine Erfahrung, dass
aus einem wilden Gekritzel selten etwas Besonderes entstehen kann.
Da helfen auch die besten Filter nichts. Umgekehrt sollte man
Bilder, in die man bereits viel Zeit investiert hat, nicht
voreilig löschen, wie dieses Beispiel anschaulich zeigt - wenn man
so will, zwei simple aber nützliche Gimp-Tricks.
Mit anderer Software oder neuen Plugins, manchmal auch nur mit
neuen Ideen, kann aus einem häßlichen Entlein vielleicht doch noch
ein stolzer Schwan werden.
3. Beispiel zufällig entstandener Bilder: Pharao
Dieses Beipiel soll zeigen, wie durch eine zufällig erzeugte
Vorlage ein interessante Bild entstehen kann, wenn man denn eine
zündende Idee hat.
In diesem Fall war es so, dass ich eigentlich die
Spyrographen-Funktion von Gimp ausprobieren wollte. Mittels einiger
Filter erhielt ich dann das linke Bild. Es kam mir spontan der
Gedanke an ein Portrait. Und eher zufällig stieß ich bei der Suche
nach einem Gesicht auf eine Maske. Mit dem Filter
"Polarkoordinaten" von Gimp kam dann die Kopfbedeckung hinzu
(mittleres Bild). Ein wenig hin und her geschoben, mit
Ebenenmodi versehen und dann sah ich ihn, meinen Pharao (Bild
rechts).
Das kennen wahrscheinlich Viele, man blickt in die Wolken und
sieht irgenwelche Tiere oder andere Dinge. So ähnlich ging es
mir bei diesem Bild: es brauchte keine Tricks, stattdessen nur
Phantasie.
Körper + Kopf + Hut = Pharao